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26.07.2019 Standpunkte

Ein aufregender, schöner, musikalischer Tag in Weckelweiler

Am Samstag, den 20. Juli 2019 fuhren 5 Mitglieder vom EKWZ-Chor mit 2 Begleitern zu einem 60-Jährigen Jubiläum nach Weckelweiler.
Dort liegen die Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler e.v., in denen 250 Menschen mit Einschränkungen in Haus- und Dorfgemeinschaften leben und arbeiten. Es ist eine anthroposophische Einrichtung, die eigenes Gemüse, Obst und Getreide anbauen und sich damit selbst versorgen. Außerdem beinhaltet die Einrichtung unter anderem eine Großküche, eine Gärtnerei und verschiedene handwerkliche Werkstätten.
Ein paar Wochen zuvor erzählte uns unsere Hauschorleiterin von dem Jubiläum und berichtete, dass wir eine Einladung zum Singen bekommen hätten. Wir alle fanden diese Idee richtig gut, da wir dadurch mal wieder ein anderes Ziel vor Augen und Abwechslung hatten. Bis zum Jubiläum probten wir fleißig neun neue Lieder. Am Montag vor unserem großen Auftritt gelang uns die Generalprobe sehr gut.
Am 20. Juli war´s dann soweit. Um 13:00 Uhr fuhren Hartmut, Eva, Ruth, Monika und ich zusammen mit Angelika, Simon und Houssan nach Weckelweiler. Schon die Fahrt dorthin fand ich sehr schön, da die Strecke von viel Natur geprägt ist. Eine Stunde später kamen wir in der Einrichtung an und trafen uns mit unserer Chorleiterin Hanna.
Bis zu unserem großen Auftritt hatten wir noch Zeit und nutzten die Gelegenheit, uns das Gelände ein bisschen anzuschauen und uns eine Kugel Eis zu gönnen. Am Beginn unseres Rundgangs fanden wir eine riesige Spielwiese für Kinder vor, wo kleine und große Menschen von riesigen Seifenblasen fasziniert wurden. Außerdem begeisterte uns noch ein Jongleur, der unter anderem mit Ringen jonglierte.

Um 15:00 Uhr begann unser Konzert in der kleinen Kapelle, die mitten auf dem Gelände steht. Besucher und Bewohner der Einrichtung waren herzlich willkommen mit uns gemeinsam zu singen. Musikalische Unterstützung bekamen wir von dem Pianisten Martin Jacobi.
Normalerweise war geplant, dass jeder der Zuhörer oder Mitsänger eine Kopie mit Texten unserer Lieder erhält, doch irgendwie ist das Kopieren untergegangen, sodass wir für alle nur ein einziges Blatt zur Verfügung hatten. Trotz dieser kleinen „Panne“ bekamen wir fleißige und enthusiastische Unterstützung.
Zu Beginn des gemeinsamen Singens waren nur 6 Zuhörer da, doch im Laufe der vorgesehenen Stunde, wurden wir immer mehr, sodass wir letztendlich ca. 20 Besucher angelockt hatten. Besonders beeindruckt hat mich, als wir alle zusammen einen großen Kanon aus drei verschiedenen Kanons gesungen haben. Am Schluss hieß uns Martin Jacobi für den 23. November zum Adventssingen herzlich willkommen. Über diese Einladung haben wir uns alle sehr gefreut.
Als Dankeschön bekam jeder von uns Gutscheine im Wert von 10 Euro, mit denen wir es uns auf dem Fest kulinarisch noch gut gehen lassen konnten. Neben dem üblichen Kaffee und Kuchen gab es auch Besonderheiten, wie Burger mit Angusrind, Rosenküchle mit Bärlauch und Käse, sowie Schupfnudeln in verschiedenen Variationen, die für mich neu waren. Während des Essens wurden wir musikalisch von einer großen Trommelgruppe der Einrichtung unterhalten.
Danach erkundete ich alleine nochmal das Gelände und erlebte dabei noch eine Begegnung der besonderen Art. Ich sah einen Stand mit Kuscheltieren stehen, doch weit und breit war kein Verkäufer in Sicht. Kurze Zeit später ging ich nochmal dorthin und fand dann auch jemanden vor. Im Gespräch stellte sich heraus, dass der Bewohner der Hersteller der Stofftiere war. Besonders beeindruckte mich die akurate Arbeitsweise und das liebevolle Erklären vom Aufwand der Produktion und dem Wert des Materials. Danach war ich fest entschlossen, ein Tier zu kaufen. Meine Wahl fiel auf ein lilasamtenes Kamel mit einem Herzanhänger um den Hals.
Bis 18:00 Uhr hatten wir alle Gutscheine verbraten. Während sich meine Mitbewohner schon langsam auf den Rückweg machten, gingen Angelika und ich noch auf Fotojagd. Wir schauten uns den Rest des weitläufigen Geländes an und machten Fotos von den Gewächshäusern und den verschiedenen Blumen und Pflanzen, die auf großen Feldern angebaut werden.
Ich war von der wunderschönen Landschaft sehr begeistert und genoss besonders den weiten Blick rundherum in die Natur. Egal wohin man schaute, weit und breit sahen wir nur Felder, Wiesen und Wälder.
Zum Schluss möchten wir uns alle noch für die herzliche Einladung bedanken und freuen uns, wenn wir uns beim Adventssingen wiedersehen.
Eure Carmen

Bilder zum Ausflug

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