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Audiobeiträge von radioEdi

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[13.01.2012] Die zwölf mit der Post – Teil 1

Bearbeitet und geschnitten von Andrea Frick

Die Sprecherrollen sind: Erzähler - Andrea Jacob, Januar – Robby Beer, Februar – Thomas, April – Manuel Padilla-Sorg, Mai – Hans-Jürgen Heckmann

Liebe Hörer, wundert Euch nicht, dass verschiedene Lautstärken und Echos zu hören sind. Da die Geschichte sehr lang ist, war es uns nur möglich, sie in mehreren Teilen auf zu nehmen. Daraus ergab sich die unterschiedliche Aufnahmequalität. Wir arbeiten daran, solche Auswirkungen besser ausgleichen zu können.

Den zweiten Teil könnt Ihr im Februar hören.
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Erzähler:  Es war eine schneidende Kälte, sternenheller Himmel, kein Lüftchen regte sich.
'Bums!' Da wurde ein alter Topf an die Haustüre des Nachbars geworfen. 'Puff, paff!' Dort knallte die Büchse; man begrüßte das neue Jahr. Es war Neujahrsnacht! Jetzt schlug die Turmuhr zwölf!
'Trateratra!' Die Post kam angefahren. Der große Postwagen hielt vor dem Stadttore an. Er brachte zwölf Personen mit, alle Plätze waren besetzt.
"Hurra! Hurra! Hoch!" sangen die Leute in den Häusern der Stadt, wo die Neujahrsnacht gefeiert wurde und man sich beim zwölften Schlage mit dem gefüllten Glase erhob, um das neue Jahr leben zu lassen.
"Prost Neujahr!" hieß es, "ein schönes Weib! Viel Geld! Keinen Ärger und Verdruß!"
Das wünschte man sich gegenseitig, und darauf stieß man mit den Gläsern an, daß es klang und sang - und vor dem Stadttore hielt der Postwagen mit den fremden Gästen, den zwölf Reisenden.
Und wer waren diese Fremden? Jeder von ihnen führte seinen Reisepaß und sein Gepäck bei sich; ja, sie brachten sogar Geschenke für mich und dich und alle Menschen des Städtchens mit. Wer waren sie, was wollten sie, und was brachten sie?
"Prost Neujahr!" hieß es, "ein schönes Weib! Viel Geld! Keinen Ärger und Verdruß!"
Das wünschte man sich gegenseitig, und darauf stieß man mit den Gläsern an, daß es klang und sang - und vor dem Stadttore hielt der Postwagen mit den fremden Gästen, den zwölf Reisenden.
Und wer waren diese Fremden? Jeder von ihnen führte seinen Reisepaß und sein Gepäck bei sich; ja, sie brachten sogar Geschenke für mich und dich und alle Menschen des Städtchens mit. Wer waren sie, was wollten sie, und was brachten sie?

Die 12 Reisenden: Guten Morgen!

Erzähler: riefen sie der Schildwache am Eingange des Stadttores zu.

Schildwache: Guten Morgen!

Erzähler: antwortete diese, denn die Uhr hatte ja zwölf geschlagen.

Schildwache: Ihr Name? Ihr Stand?

Erzähler: fragte die Schildwache den von ihnen, der zuerst aus dem Wagen stieg

Januar: Sehen Sie selbst im Passe nach, ich bin ich!

Erzähler: Und es war auch ein ganzer Kerl, angetan mit Bärenpelz und Pelzstiefeln.

Januar: Ich bin der Mann, in den sehr viele Leute ihre Hoffnung setzen. Komm morgen zu mir; ich gebe dir ein Neujahrsgeschenk! Ich werfe Groschen und Taler unter die Leute, ja ich gebe auch Bälle, volle einunddreißig Bälle, mehr Nächte kann ich aber nicht daraufgehen lassen. Meine Schiffe sind eingefroren, aber in meinem Arbeitsraum ist es warm und gemütlich. Ich bin Kaufmann, heiße Januar und führe nur Rechnungen bei mir."

Erzähler: Nun stieg der zweite aus, der war ein Bruder Lustig; er war Schauspieldirektor, Direktor der Maskenbälle und aller Vergnügungen, die man sich nur denken kann. Sein Gepäck bestand aus einer großen Tonne.

Februar: Aus der Tonne - wir zur Fastnachtszeit die Katze herausjagen. Ich werde euch schon Vergnügen bereiten und mir auch; alle Tage lustig! Ich habe nicht gerade lange zu leben; von der ganzen Familie die kürzeste Zeit; ich werde nämlich nur achtundzwanzig Tage alt. Bisweilen schalten sie mir zwar auch noch einen Tag ein - aber das kümmert mich wenig, hurra!"

Schildwache: Sie dürfen nicht so schreien!

Februar: Ei was, freilich darf ich schreien", ich bin Prinz Karneval und reise unter dem Namen Februarius.

Erzähler: Jetzt stieg der dritte aus; er sah wie das leibhaftige Fasten aus, aber er trug die Nase hoch, denn er war verwandt mit den 'vierzig Rittern' und war Wetterprophet. Allein das ist kein fettes Amt, und deshalb pries er auch die Fasten. In einem Knopfloche trug er auch ein Sträußchen Veilchen, auch diese waren sehr klein.

April: März! März!

Erzähler: rief der vierte ihm nach und schlug ihn auf die Schulter

April: riechst du nichts? Geschwind in die Wachstube hinein, dort trinken sie Punsch, deinen Leib- und Labetrunk; ich rieche es schon hier außen. Marsch, Herr Martius!

Erzähler: Aber es war nicht wahr, der wollte ihn nur den Einfluß seines Namens fühlen lassen, ihn in den April schicken; denn damit begann der vierte seinen Lebenslauf in der Stadt. Er sah überhaupt sehr flott aus; arbeiten tat er nur sehr wenig; desto mehr aber machte er Feiertage.

April: Wenn es nur etwas beständiger in der Welt wäre

Erzähler: sagte er

April: aber bald ist man gut, bald schlecht gelaunt, je nach Verhältnissen; bald Regen, bald Sonnenschein; ein- und ausziehen! Ich bin auch so eine Art Wohnungsvermietunternehmer, ich kann lachen und weinen, je nach Umständen! Im Koffer hier habe ich Sommergarderobe, aber es würde sehr töricht sein, sie anzuziehen. Hier bin ich nun! Sonntags geh' ich in Schuhen und weißseidenen Strümpfen und mit Muff spazieren.

Erzähler: Nach ihm stieg eine Dame aus dem Wagen. Fräulein Mai nannte sie sich. Sie trug einen Sommermantel und Überschuhe, ein lindenblattartiges Kleid, Anemonen im Haare, und dazu duftete sie dermaßen nach Waldmeister, dass die Schildwache niesen musste

Mai: Zur Gesundheit und Gottes Segen!

Erzähler: das war ihr Gruß. Wie sie niedlich war! Und Sängerin war sie, nicht Theatersängerin, auch nicht Bänkelsängerin, nein, Sängerin des Waldes; - den frischen, grünen Wald durchstreifte sie und sang dort zu ihrem eigenen Vergnügen.


Beitrag veröffentlicht von: Johanna Maisch
Veröffentlicht am: 13.01.2012 13:51:00 Uhr
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[20.12.2011] Das GlĂĽck kommt

Zum guten Schluss also die Geschichte "das GlĂĽck kommt" von unserem Mitglied, Haus- und Hofpoeten Hans jĂĽrgen Heckmann.

Die Sprecherrollen sind:
Erzähler – Jutta Zitzwitz
Zettel – Sandra Ingrisch
Alter Mann – Amos Ruwwe
Musik – Hans-Jürgen Heckmann

Bearbeitet und geschnitten von Andrea Frick.
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Beitrag veröffentlicht von: Johanna Maisch
Veröffentlicht am: 20.12.2011 16:25:59 Uhr
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[19.12.2011] Was Andrea J in ihrer Freizeit erlebt

In diesem Beitrag hört ihr noch mal Andrea J. Wir haben euch bereits von ihrer Arbeit mit Arbeitsassistenz erzählt. Nun erfahrt Ihr, was sie so in ihrer Freizeit erlebt.

Bearbeitet von Jutta Zitzwitz und Anita Schäfer
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Andrea F: Wir sind heute hier bei Andrea J……

Jutta: Was machst du so in deiner Freizeit?
Andrea: Mein Freizeitbereich gestaltet sich eigentlich sehr
abwechslungsreich. Ich finde es sehr wichtig, dass man mit einer Körperbehinderung viele Dinge machen kann, nur eben anders. Ich benutze einen Rollstuhl, einen Stirnstab zum Tippen und male mit dem Mund. Ich nehme den Pinsel zwischen die Lippen und versuche dann meiner darstellerischen Kunst Ausdruck zu geben.
Jutta: Hast du bestimmte Hilfsmittel?
Andrea: Ich habe eine kleine Mundhilfe, das ist ein Mundstück, gebogen, welches direkt in meinen Mund rein passt, mit dem ich dann den Pinsel halten kann.
Jutta: Seit wann malst Du?
Andrea: Also gemalt hab ich schon immer sehr gerne, seit meinem 5. Lebensjahr.
Jutta: Hast du noch andere Hobbies. Erzähl uns mal was darüber.
Andrea: Ich benutze den Computer um Kontakte zu pflegen und aus dem Internet hole ich mir viele Informationen.
Jutta: Erkläre uns mal deinen Stirnstab.
Andrea: Den muss man sich so vorstellen wie einen Helm, den setze ich auf den Kopf und an diesem Helm ist ein 30 cm lange Stange, die gebogen ist. Mit diesem Stirnstab schreibe ich dann auf meinem PC.
Jutta: Andrea ich seh dich viel draußen herumfahren.
Andrea: Ich bin sehr viel unterwegs. Ich bin hier in Krautheim unterwegs, aber ich fahre auch weiter weg. Das macht mir eigentlich sehr viel Spaß.
Jutta: Wie funktioniert dein E-Stuhl?
Andrea: Ich habe eine Kinnsteuerung, einen kleinen Joystick in Mundhöhe angebracht bekommen und an diesem Joystick ist ein kleiner runder Ball dran. Und dann kann ich damit herumfahren.
Jutta: Eines deiner Hobbys ist Lesen.
Andrea: Ich habe gerade ein sehr aktuelles Buch, was mich sehr fasziniert. Das Buch heißt: „Mein Weg führt nach Tibet“, und zwar ist es ein Buch über eine Frau, die blind ist und die in Tibet eine Blindenschule gegründet hat.
Jutta: Würdest du auch gern mal nach Tibet reisen?
Andrea: Ich würde sehr gerne mal nach Tibet reisen, denn dieses Land muss eine atemberaubende Natur haben.
Jutta: Andrea du sitzt ja im Rollstuhl, wie verreist du.
Andrea: Ich habe schon viele Möglichkeiten ausprobiert. Mit dem Auto mit der Bahn, mit dem Schiff und auch mit dem Flugzeug.
Jutta: Und wie funktioniert das.
Andrea: Man wird als Fluggast mit einem Handicap vom Bodenpersonal nach dem Check in empfangen. Das Bodenpersonal begleitet mich auch zur Pass-und Körperkontrolle und ist auch in der Abflughalle mit dabei, um mir ins Flugzeug zu helfen.
Jutta: Welches war deine weiteste Reise mit dem Flugzeug?
Andrea: Meine weiteste Reise war nach Israel mit einer Jugendgruppe.
Jutta: Liebe Andrea, vielen Dank für das Interview…

Beitrag veröffentlicht von: Johanna Maisch
Veröffentlicht am: 19.12.2011 15:25:04 Uhr
Anzahl Downloads: 8

[30.11.2011] Ein Arbeitsplatz mit Arbeitsassistenz

Heute hören wir einen Beitrag von Andrea. Sie hat hier bei uns im Eduard Knoll Wohnzentrum einen Arbeitsplatz mit Arbeitsassistenz.
Aber hört selbst, was das Besondere daran ist.

Der Beitrag wurde von Robby und Biggi bearbeitet.
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Jutta: So liebe Zuhörerinnen und Zuhörer……

Robby: Andrea, wie lange arbeitest du hier mit deiner Arbeitsassistenz?
Andrea: Am 1.10. 2008 habe ich hier angefangen zu arbeiten
Robby: Würdest du uns bitte erklären, was Arbeitsassistenz bedeutet?
Andrea: Arbeitsassistenz ist die regelmäßige Unterstützung in Form von Handreichungen während der Arbeitszeit. D.h Arbeitsassistenten helfen einem bei Tätigkeiten, die von dem Beschäftigten auf Grund einer Behinderungen nicht selbstständig ausgeführt werden können. Arbeitsassistenz muss beim Integrationsamt beantragt werden.
Robby: Wo befindet sich dein Arbeitsplatz?
Andrea: Ich habe meinen Arbeitsplatz in der Zentrale im Eduard Knoll Wohnzentrum. Hier sitze ich an einem Computerarbeitsplatz mit einem höhenverstellbaren Tisch und einer noch höheren Tastaturablage. Auf Grund von Verkrampfungen in den Armen und Beinen bin ich nicht in der Lage mit den Händen die Tastatur zu betätigen. Deshalb arbeite ich mit einem Stirnstab und aus diesem Grund brauche ich auch die Tastaturerhöhung.
Robby: Was beinhaltet deine Arbeit ?
Andrea: Mein Arbeitsbereich ist die Öffentlichkeitsarbeit innerhalb des Wohnzentrums und auch nach außen. Das bedeutet regelmäßige Terminabsprache im Tagesstrukturbereich, der sogenannten ergo, die Wochenpläne sowie geänderte Termine im Internet und im Wohnzentrum an der „blauen Infowand“ veröffentlichen. Speisepläne schreiben, die Infos erhalte ich dafür vom Koch. Weiter organisiere ich Veranstaltungen im EKWZ.
Robby: Wie wirst du von deiner Arbeitsassistentin unterstützt?
Andrea: Meine Arbeitsassistenz hilft mir bei ganz unterschiedlichen Dingen. Sie hängt für mich die Speisepläne, den Ergoplan auf, macht Kopien und faxt, schenkt mir zu trinken ein. Es sind so viele Kleinigkeiten, die die Arbeitsassistenz macht.
Robby: Wieviele Stunden arbeitest du in der Woche?
Andrea: Meine Arbeitszeit beläuft sich auf 14,5 Wochenstunden, aufgeteilt auf 3 Tag in der Woche?
Robby: Hast du irgendwelche Wünsche, Anregungen, Verbesserungsvorschläge?
Andrea: Ich wünsche mir, dass es immer mehr Arbeitgeber gibt, die auch den Schritt wagen, Menschen einzustellen, die Rollifahrer sind und ein gewisses Maß an Unterstützung benötigen. Für mich selber wünsche ich mir, dass ich noch lange in der Lage bin, zu arbeiten. Ich möchte dazu erwähnen, es ist unheimlich wichtig, dass man sich in der Arbeitsassistenz gut versteht, damit die Arbeit auf eine gute Basis gestellt wird.
Robby: Andrea ich bedanke mich für das ausführliche Gespräch und wünsche dir alles Gute für die Zukunft.

Beitrag veröffentlicht von: Johanna Maisch
Veröffentlicht am: 30.11.2011 15:26:56 Uhr
Anzahl Downloads: 13

[09.11.2011] "mit handicap anders und doch genauso" - Sabine in der Freizeit

Heute folgt ein weiterer Beitrag mit Sabine, hier erleben wir sie in ihrer Freizeit.

Der Beitrag wurde von Biggi Gotthardt geschnitten und veröffentlicht.
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Und das sind unsere Fragen:


Fragen zum Cellospielen

  • Seit wann spielst du schon?
  • Wie oft übst du?
  • Hat du einen Cellolehrer?

Fragen zum Reiten
  • Wie oft reitest du?
  • Wann saßt du zum 1. Mal auf einem Pferd?
  • Wie kamst du zum Reiten?
  • Seit wann reitest du?
  • Was bring dir das reiten?
  • Hast du noch andere Hobbys?


Beitrag veröffentlicht von: Johanna Maisch
Veröffentlicht am: 09.11.2011 16:53:20 Uhr
Anzahl Downloads: 10

[24.10.2011] "mit handicap anders und doch genauso" - Sabine in der WfB - Teil 1

Wir besuchen Sabine an ihrem Arbeitsplatz in den Krautheimer Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Der Beitrag wurde von Anita Schäfer bearbeitet.
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Teil 1


Andrea J: Sabine ist Bewohnerin im EKWZ.
Sabine, du sitzt hier an einem Arbeitsplatz mit vielen kleinen Blöcken, erzähl mal ein bisschen etwas dazu.
Sabine: Die Blocks werden von meinen ……

Andrea J: Wie würde dein Arbeitsplatz aussehen, wenn du ihn selber bestimmen könntest?
Sabine: Das ist so, der …

Andrea J: Wie viele Arbeitskollegen hast du?
Sabine: Circa 25….

Andrea J: Sabine arbeitest du gerne hier?
Sabine: Ja, sehr gerne sogar…..

Andrea J: Wo hast du vorher gearbeitet?
Sabine: Ich war arbeitslos…

Beitrag veröffentlicht von: Johanna Maisch
Veröffentlicht am: 24.10.2011 15:04:33 Uhr
Anzahl Downloads: 12

[24.10.2011] "mit handicap anders und doch genauso" - Sabine in der WfB - Teil 2

Wir besuchen Sabine an ihrem Arbeitsplatz in den Krautheimer Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Der Beitrag wurde von Anita Schäfer bearbeitet.
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Teil 2

Andrea J: Wie lange arbeitest du schon?
Sabine: insgesamt 17 Jahre…

Andrea J: Wie lange arbeitest du?
Sabine: Am Montag…

Andrea J: Was bedeutet dir deine Arbeit?
Sabine: Das is ne gute Frage…


Beitrag veröffentlicht von: Johanna Maisch
Veröffentlicht am: 24.10.2011 15:01:36 Uhr
Anzahl Downloads: 11

[06.10.2011] Der alte Mann und sein Pferd

Hallo liebe Zuhörer,

heute haben wir fĂĽr Euch eine Geschichte aus China ausgesucht, die Euch zum Nachdenken anregen soll.
Uns gefiel Sie ganz besonders, weil sie zeigt, dass alles zwei Seiten hat.

Die Sprecherrollen:

alter Mann - Anita Schäfer
Erzähler – Andrea Frick
Leute - Manuel Padilla-Sorg, Jutta Zitzwitz , Biggi Gotthardt, Andrea Jacob

Bearbeitet von Andrea Frick
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Der alte Mann und sein Pferd - Chinesische Geschichte aus der Zeit Laotse


Erzähler: Ein alter Mann lebte in einem Dorf, sehr arm, aber selbst Könige waren neidisch auf ihn, denn er besaß ein wunderschönes weißes Pferd. Könige boten phantastische Summen für das Pferd, aber der Mann sagte dann
Alter Mann: Dieses Pferd ist für mich kein Pferd, sondern ein Freund. Und wie könnte ich einen Freund verkaufen.?
Erzähler: Der Mann war arm, aber sein Pferd verkaufte er nie.
Eines Morgens fand er sein Pferd nicht im Stall. Das ganze Dorf versammelte sich und die Leute sagten
Leute : Du dummer alter Mann! Wir haben immer gewusst, dass das Pferd eines Tages gestohlen würde. Es wäre besser gewesen, es zu verkaufen. Welch ein Unglück
Erzähler: Der alte Mann sagte
Alter Mann: Geht nicht soweit, das zu sagen. Sagt einfach: Das Pferd ist nicht im Stall. Soviel ist Tatsache, alles andere ist Urteil. Ob es ein Unglück ist oder ein Segen, weiß ich nicht, weil dies ja nur ein Bruchstück ist. Wer weiß was darauf folgen wird?
Erzähler: Die Leute lachten den Alten aus. Sie hatten schon immer gewusst, dass er ein bisschen verrückt war. Aber nach fünfzehn Tagen kehrte eines Abends das Pferd plötzlich zurück. Es war nicht gestohlen worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Und nicht nur das, es brachte noch ein Dutzend wilder Pferde mit. Wieder versammelten sich die Leute und sie sagten
Leute:  Alter Mann, du hattest recht. Es war kein Unglück, es hat sich tatsächlich als ein Segen erwiesen.
Erzähler: Der Alte entgegnete
Alter Mann: Wieder geht ihr zu weit. Sagt einfach: das Pferd ist zurück.... wer weiß, ob es ein Segen ist oder nicht? Es ist nur ein Bruchstück. Ihr lest ein einziges Wort in einem Satz. Wie könnt ihr das Buch beurteilen?
Erzähler: Dieses Mal wussten die Leute nicht viel einzuwenden, aber innerlich dachten sie, dass der Alte Unrecht hatte. Zwölf herrliche Pferde waren gekommen...
Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn, der begann, die Wildpferde zu trainieren. Schon eine Woche später fiel er vom Pferd und brach sich die Beine. Wieder versammelten sich die Leute, und wieder urteilten sie. Sie sagten
Leute: Wieder hattest du recht! Es war ein Unglück. Der einzige Sohn kann nun seine Beine nicht mehr gebrauchen, und er war die einzige Stütze deines Alters. Jetzt bist du ärmer als je zuvor!
Erzähler : Der Alte antwortete
Alter Mann:  Ihr seid besessen von Urteilen. Geht nicht so weit. Sagt nur, dass mein Sohn sich die Beine gebrochen hat. Niemand weiß, ob dies ein Unglück oder ein Segen ist. Das Leben kommt in Fragmenten, und mehr bekommt ihr nie zu sehen.
Erzähler: Es begab sich, dass das Land nach ein paar Wochen einen Krieg begann. Alle jungen Männer des Ortes wurden zwangsweise zum Militär eingezogen. Nur der Sohn des alten Mannes blieb zurück, weil er verkrüppelt war. Der ganze Ort war von Klagen und Wehschreien erfüllt, weil dieser Krieg nicht zu gewinnen war und man wusste, dass die meisten der jungen Männer nicht nachhause zurückkehren würden. Sie kamen zu dem altem Mann und sagten
Leute:  Du hattest recht , alter Mann- es hat sich als Segen erwiesen. Dein Sohn ist zwar verkrüppelt, aber immerhin ist er noch bei dir. Unsere Söhne sind für immer fort.
Erzähler: Der alte Mann antwortete wieder
Alter Mann: Ihr hört nicht auf zu urteilen. Niemand weiß! Sagt nur dies: dass man eure Söhne in die Armee eingezogen hat und dass mein Sohn nicht eingezogen wurde. Doch nur das Ganze weiß, ob dies ein Segen oder ein Unglück ist.




Beitrag veröffentlicht von: Johanna Maisch
Veröffentlicht am: 06.10.2011 17:46:21 Uhr
Anzahl Downloads: 15

[22.09.2011] Mit Handicap anders - und doch genauso…, Beitrag Jürgen

Bewohner vom Eduard Knoll Wohnzentrum möchten Euch in einer kleinen Beitragsreihe zeigen, was alles möglich ist. Vor allem, dass sich Menschen mit Handicap gar nicht so sehr von „anderen“ unterscheiden.
Der Beitrag wurde von Anita Schäfer bearbeitet.
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 Hans-Jürgen hat folgende Fragen für Jürgen vorbereitet

  • Wie bist Du auf unser Haus aufmerksam geworden?
  • Seit wann bist Du hier im Haus?
  • Was hast du für einen Beruf erlernt?
  • Wie kommt es dazu, dass Du nicht mehr arbeitest?
  • Vermisst Du deine Arbeit?
  • Hast Du keine Langeweile?
  • Was machst Du so am liebsten?
  • Wie sieht für Dich der perfekte Tag aus?
  • Magst Du lieber den Tag oder die Nacht?
  • Bist Du ein Morgenmuffel?
  • Wo würdest Du am liebsten hinreisen?
  • Was kann Dir die Laune verderben?
  • Hast Du Zukunftspläne?

Beitrag veröffentlicht von: Johanna Maisch
Veröffentlicht am: 22.09.2011 10:26:51 Uhr
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[10.08.2011] Der Buchweizen von Hans Christian Andersen

Hallo Märchenhörer von radioEdi. Heute hört Ihr wieder ein Märchen von Hans-Christian Anderson. Und damit Ihr mal seht, wie der berühmte Dichter und Schriftsteller aus Dänemark aussah, hier ein Bild von ihm.
Die Sprecherrollen sind: Erzähler-Andrea Frick, Landmann-Anita Schäfer, Buchweizen-Manuel Padilla-Sorg, Weidenbaum-Birgit Gotthardt, Blumen-Johanna Maisch, Korn-Hans-Jürgen Heckmann, Sperrling-Jutta Zitzwitz

Der Beitrag wurde von Andrea Frick bearbeitet und veröffentlicht.
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Erzähler: Häufig, wenn man nach einem Gewitter an einem Acker vorübergeht, auf dem Buchweizen wächst, sieht man, dass er ganz schwarz geworden und angesengt ist; es ist gerade, als ob eine Feuerflamme über ihn hingefahren wäre, und der Landmann sagt dann:
Der Landmann: Das hat er vom Blitze bekommen!
Erzähler: Aber warum bekam er das? Ich will erzählen, was der Sperling mir gesagt hat, und der Sperling hat es von einem alten Weidenbaume gehört, der bei einem Buchweizenfelde steht. Es ist ein ehrwürdiger, großer Weidenbaum, aber verkrüppelt und alt, er ist in der Mitte geborsten, und es wachsen Gras und Brombeerranken aus der Spalte hervor; der Baum neigt sich vornüber, und die Zweige hängen ganz auf die Erde hinunter, gerade als ob sie langes, grünes Haar wären.
Auf allen Feldern ringsumher wuchsen Korn, Roggen, Gerste und Hafer, ja der herrliche Hafer, der, wenn er reif ist, gerade wie eine Menge kleiner, gelber Kanarienvögel an einem Zweige aussieht. Das Korn stand gesegnet, und je schwerer es war, desto tiefer neigte es sich in frommer Demut.
Aber da war auch ein Feld mit Buchweizen, und dieses Feld war dem alten Weidenbaume gerade gegenüber. Der Buchweizen neigte sich durchaus nicht wie das übrige Korn, sondern prangte stolz und steif.
Der Buchweizen: Ich bin wohl so reich wie die Ähre
überdies bin ich weit hübscher; meine Blumen sind schön wie die Blüten des Apfelbaumes; es ist eine Freude, auf mich und die Meinigen zu blicken! Kennst du etwas Prächtigeres als uns, du alter Weidenbaum?
Erzähler: Der Weidenbaum nickte mit dem Kopfe, gerade als ob er damit sagen wollte:
Weidenbaum: Ja, freilich!
Erzähler: Aber der Buchweizen spreizte sich aus lauter Hochmut und sagte
Der Buchweizen: Der dumme Baum, er ist so alt, dass ihm Gras im Leibe wächst!
Erzähler: Nun zog ein schrecklich böses Gewitter auf; alle Feldblumen falteten ihre Blätter zusammen oder neigten ihre kleinen Köpfe herab, während der Sturm über sie dahinfuhr.
Aber der Buchweizen prangte in seinem Stolze
Blumen: Neige dein Haupt wie wir!
Erzähler: sagten die Blumen
Der Buchweizen: Das ist durchaus nicht nötig
Erzähler: erwiderte der Buchweizen.
Korn: Senke dein Haupt wie wir!
Erzähler: rief das Korn
Korn: Nun kommt der Engel des Sturmes geflogen! Er hat Schwingen, die oben von den Wolken bis gerade herunter zur Erde reichen, und er schlägt dich mittendurch, bevor du bitten kannst, er möge dir gnädig sein!«
Der Buchweizen: Aber ich will mich nicht beugen!
Erzähler: sagte der Buchweizen
Weidenbaum: Schließe deine Blumen und neige deine Blätter!
Sieh nicht zum Blitze empor, wenn die Wolke aufbricht; selbst die Menschen dürfen das nicht, denn im Blitze kann man in Gottes Himmel hineinsehen; aber dieser Anblick kann selbst die Menschen blenden. Was würde erst uns, den Gewächsen der Erde, geschehen, wenn wir es wagten, wir, die doch weit geringer sind!
Erzähler: sagte der alte Weidenbaum
Der Buchweizen: Weit geringer? Nun will ich gerade in Gottes Himmel hineinsehen!
Erzähler: sagte der Buchweizen.
Und er tat es in seinem Übermut und Stolz. Es war, als ob die ganze Welt in Flammen stände, so blitzte es.
Als das böse Wetter vorbei war, standen die Blumen und das Korn in der stillen, reinen Luft erfrischt vom Regen, aber der Buchweizen war vom Blitz kohlschwarz gebrannt; er war nun ein totes Unkraut auf dem Felde.
Der alte Weidenbaum bewegte seine Zweige im Winde, und es fielen große Wassertropfen von den grünen Blättern, gerade als ob der Baum weine, und der Sperling fragte
Sperling: Weshalb weinst du? Hier ist es ja so gesegnet! Sieh, wie die Sonne scheint, sieh, wie die Wolken ziehen! Kannst du den Duft von Blumen und Büschen bemerken: Warum weinst du, alter Weidenbaum?
Erzähler: Und der Weidenbaum erzählte vom Stolze des Buchweizens, von seinem Übermute und der Strafe, die immer darauf folgt. Ich, der die Geschichte erzähle, habe sie von einem Sperling gehört. Er erzählte sie mir eines Abends, als ich ihn um ein Märchen bat.



Beitrag veröffentlicht von: Johanna Maisch
Veröffentlicht am: 10.08.2011 14:57:38 Uhr
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