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06.02.2015 HIU

Frische Wäsche durch Zauberhand

Ein roter Pulli von Heidi braucht eine besondere Wäschepflege, deshalb wird er von einer Mitarbeiterin der Pflege direkt in die Wäscherei gebracht. Seit Mai 2014 braucht man dafür das Haus nicht mehr zu verlassen, denn der neue Geschäftszweig des Integrationsunternehmens befindet sich im Eduard Knoll Wohnzentrum im Erdgeschoss zur Altkrautheimer Straße hin.
Dort wird nicht nur Wäsche der Bewohner des Wohnzentrums, des „Betreutes Wohnen“ und Hauswäsche gewaschen, die Wäscherei steht auch Privatkunden offen. Die Lage ist für die Öffentlichkeit sehr günstig, denn von der Straße aus sieht man den Plakatständer mit monatlich wechselnden Angeboten. Außerdem ist der Eingang nur wenige Meter vom Bürgersteig entfernt.
Heute wollen wir einmal ganz genau wissen, was es in einer Wäscherei zu tun gibt, vor allem interessiert uns, wie die Schmutzwäsche der Bewohner wie durch „Zauberhand“ frisch gewaschen wieder im Kleiderschrank der Bewohner landet.
Die Damen vom Reinigungsdienst leeren bei ihrem morgendlichen Rundgang alle Wäschekörbe der Bewohner und sortieren in verschiedene Wäschesäcke vor.
Beate und Lioba, zwei Mitarbeiterinnen der Wäscherei, sammeln diese Wäschesäcke täglich im Haus ein und bringen sie in den Schmutzraum. Als erstes wird die Wäsche dort gewogen. Das ist die Grundlage für die spätere Rechnungserstellung.
Wir sind jetzt auf der sogenannten „unreinen“ Seite. Die nachsortierte Wäsche kommt dort in die Waschmaschine und wird desinfizierend gewaschen. Natürlich bekommt auch der rote Pulli seine Spezialbehandlung, dafür steht eine „kleine“ Waschmaschine zur Verfügung.
Das Besondere an der großen Waschmaschine ist, dass sie auf der „reinen“ Seite entladen werden kann. Die Wäsche kommt dort in einen Federbodenwagen und wird direkt zum Trockner gerollt. Rückenschonend kommt einem der Containerboden beim Entleeren des Federbogenwagens entgegen. Bügel-und Mangelwäsche wird später aussortiert. Serdar hat sich auf das Bügeln spezialisiert. Der Rest der Wäsche landet im „Legeraum“. Die Wäsche wird nun in Stapeln in einen Wäschefächerwagen für die Bewohner sortiert. So schließt sich langsam der Kreis, denn wenn die Wägen wieder auf die beiden Etagen gebracht werden, können die Stapel für die einzelnen Bewohner wieder in die Kleiderschränke einsortiert werden. So wandert der rote Pulli auch wieder in den Schrank von Heidi.
Für Carola, die Leiterin der Wäscherei, war es eine Herausforderung. Aber mit Unterstützung von Beate, hat sie die Abteilung aus der Taufe gehoben. Am Anfang gab es für die Frühstückspause einen einzigen Klappstuhl. Mittlerweile können sich alle Mitarbeiter in einem Pausenraum zur gemeinsamen Frühstückspause versammeln.
Auch für die Annahme der Kundenwäsche ist eine regelrechte Logistik organisiert.
Fünf Mitarbeiter zählt die Wäscherei, davon sind 3 Menschen mit Behinderung. Jeder der Mitarbeiter kennt die verschiedenen Arbeitsschritte, mittlerweile ist schon eine gewisse Routine eingekehrt.

Durch monatlich wechselnde Angebote soll die Wäscherei auch für Privatkunden noch attraktiver gemacht werden. Die Öffnungszeiten sind schon auf diese Bedürfnisse angepasst. Von Montag bis Freitag sind ab 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr die Mitarbeiter für Kunden da.



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1 Kommentare

Andrea Jacob schrieb am 06.02.2015 - 17:11 Uhr

Toll, zu lesen, was so alles im Wohnzentrum läuft... Die Wäscherei ist ein Segen! Schön, dass es euch gibt!!!


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